KZVK-Newsletter 1/21 vom 24.02.2021 (Übungsleiterpauschale)
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Übungsleiterfreibetrag wird angehoben

Steuerfrei bis jährlich 3.000 Euro

Acht Jahre nach der letzten Anhebung können sich alle Beschäftigten freuen, die zum Beispiel in Kirche und Diakonie nebenberuflich erziehen, pflegen, betreuen oder ausbilden und mit der Tätigkeit unter die Übungsleiterpauschale fallen. Die Grenze, bis zu der Einkünfte von Übungsleitern nach § 3 Nr. 26 EStG steuerfrei sind, wurde zum 01.01.2021 von 2.400 Euro auf jährlich 3.000 Euro (monatlich 250 Euro) angehoben. Das hat auch Auswirkungen auf die Zusatzversorgung.

Nach der Satzung der KZVK ist grundsätzlich nur auf steuerpflichtigen Lohn ein Beitrag zu entrichten. Das bedeutet für den Fall der Übungsleiterpauschale, dass die Einkünfte erst dann beitragspflichtig werden, wenn das Einkommen die jährliche Grenze von nun 3.000 Euro bzw. bei Anwendung der Variante "monatlicher Freibetrag" 250 Euro überschreitet. Für die Anmeldung zur KZVK bedeutet das, dass diese in der Regel zum Zeitpunkt des erstmaligen Überschreitens des jährlichen oder des monatlichen Grenzbetrags erfolgt. Sollte in der Folge das Einkommen die Grenze wieder unterschreiten, erfolgt keine Abmeldung in der Zusatzversorgung. Entgeltlose Zeiten sind bei einem fortbestehenden Beschäftigungsverhältnis als Fehlzeit mit dem Buchungsschlüssel 01 40 00 zu melden.

Empfehlung: Mitarbeitende ab Beginn der Beschäftigung anmelden

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass nicht bei allen Gehaltsabrechnungen im Fall des Überschreitens eine automatische Anmeldung umgesetzt wird. Aus diesem Grund haben wir auch schon früher die Empfehlung ausgegeben, den unter die Übungsleiterpauschale fallenden Mitarbeitenden ab Beginn der Beschäftigung anzumelden. Sollte anfangs der Grenzbetrag nicht überschritten werden, wäre auch für diesen Zeitraum in der Jahresmeldung eine Fehlzeit zu melden. Diese alternative Möglichkeit gewinnt insbesondere vor dem Hintergrund der neuen Unverfallbarkeitsfrist von 36 Monaten nach dem Betriebsrentengesetz an Bedeutung. Nach dieser Regelung zählen für einen Rentenanspruch auch entgeltlose Beschäftigungsmonate, eine Anmeldung zu Beginn der Beschäftigung würde der KZVK also die korrekte Prüfung des Rentenanspruchs erleichtern.

Erfolgt die Anmeldung zur Zusatzversorgung erst bei späterer Überschreitung des Freibetrags, hat die Personalabteilung genau darauf zu achten, dass neben dem Versicherungsbeginn ein abweichender Beschäftigungsbeginn angegeben wird.

Ehrenamtlich Tätige versicherungsfrei

Zeitgleich mit der Übungsleiterpauschale wurde auch die Ehrenamtspauschale nach § 3 Nr. 26a EStG auf 840 Euro jährlich angehoben. Im Gegensatz zu den Übungsleitern sind ehrenamtlich Tätige keine Beschäftigten im Sinne unserer Satzung und daher grundsätzlich versicherungsfrei. Auch ein Überschreiten des Ehrenamtsfreibetrags löst daher keine Versicherungspflicht aus.

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